Coerde-Ausstellung

Leuchtfeuer für andere Frauen

Kristina Kunze, Leiterin des Stadtteilbüros und des Mittendrin der AWO, initiierte die Ausstellung „Starke Frauen aus Coerde in der VHS mit. Foto: Velemans

Von Jeroen Velemans

Zum internationalen Tag der Vielfalt wurde jetzt in der Volkshochschule (VHS) Münster die Ausstellung „Starke Frauen aus Coerde“ enthüllt. Besucherinnen und Besucher können die Ausstellung kostenlos und noch bis zu den Sommerferien im ersten Obergeschoss zu den Öffnungszeiten der VHS anschauen.

Gezeigt werden Portraitaufnahmen von sieben Frauen aus Coerde, zusammen mit einem aussagekräftigen Zitat, sowie einem Verweis auf den AWO-Treffpunkt „mittendrin“, der die Ausstellung organisierte. Die Fotos stammen von dem bekannten münsterschen Fotografen  Andreas Löchte.

Kristina Kunze, Leiterin des Stadtteilbüros und des Mittendrin der AWO, verdeutlichte anlässlich der Eröffnung den hohen Stellenwert, den die mittlerweile vierte Ausstellung für das Image des Stadtteils Coerde und  deren Bewohner hat. Coerde solle damit mehr ins Bewusstsein der Münsteraner gerückt werden, um Vorurteilen zu begegnen und besonders einen Fokus auf starke Frauen zu legen, die man sonst nicht in der Öffentlichkeit sieht.

„Andere sollen auch das in Coerde sehen, was ich sehe“, betonte Kunze und fügt hinzu:  „Die Ausstellung zeigt authentische Frauen, die ihrer oft schwierigen Vergangenheit getrotzt haben, sich Selbstwert und Selbstbewusstsein erst erarbeiten mussten, aber jetzt ein Leuchtfeuer für andere darstellen.“

Stellvertretend für die Schicksale steht die Geschichte von Chanel: Sie gab die Vanillemilch, die ihre Eltern ihr besorgten, immer an eine Mitschülerin weiter, die sonst kein Frühstück bekam. Aufgrund ihres Aussehens wurde Chanel aber immer stigmatisiert und in eine Schublade gesteckt.

 „Münster kann noch von Coerde lernen. Coerde hat zwar keine schönen Fassaden, dafür aber viel Herz“, unterstreicht Kristina Kunze mit Blick auf die Bilder.

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